Lomi heißt übersetzt reiben, drücken, kneten.
Die Verdopplung des Wortes intensiviert dabei die Bedeutung.

 

Diese liebevolle und reinigende Massageform wird sehr großflächig mit Händen und Unterarmen ausgeführt und hüllt Sie ein in warmes Öl. Sie hält das Gewebe geschmeidig und die Flüssigkeiten in Bewegung. Die Gelenke werden mobilisiert, der Körper bewegt und gedehnt. Die Nerven beruhigen sich, Energie kann fließen und Gefühle können sich klären. Die Lomi ist ein wundervolles Mittel, um Körper und Seele zu pflegen.

 

Während der Massage bewegt sich der Massierende tänzerisch um die Liege, um keine stockenden Bewegungen zu verursachen. Die Schritte sind den leicht schwingenden Bewegungen des Fregattvogels (IWA) nachempfunden, die dem Unendlichkeitszeichen ähneln. Dadurch werden die Massagegriffe fließend auf den Körper des Massierten übertragen.

 

In der früheren Zeit auf Hawaii wurden bei einschneidenden Veränderungen des Lebens, die eine Bewusstseinsveränderung bedeuteten, zum Beispiel beim Übergang vom Kindsein zum Erwachsenen, die betreffenden Personen oft tagelang massiert, damit sie Altes loslassen und sich den Herausforderungen und Neuerungen des Lebens mit Zuversicht und Selbstvertrauen stellen konnten.

 

Das bemerkenswerte an der Massage ist, dass sie nicht darauf ausgerichtet ist, nur partiell verspannte Muskeln zu lockern, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit anzusprechen und ihn wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Kahu Abraham Kawai’i war der Erste, der das Wissen an Nichthawaiianer weitergab. Magareta Kappl, unsere Lehrerin, war eine seiner Schülerinnen. Sie hat von ihm die Erlaubnis erhalten, dieses Wissen weiterzugeben.

MAHALO! - Danke!